Das Wort des Frohsinnvaters 2019

Motto: Vom Hochwild- bis zum Schürzenjäger

 

Unser neu gewählter Frohsinnvater, Marlon Imobersteg ist in Emmen geboren und mit einer jüngeren Schwester Sylvia aufgewachsen. Die obligatorische Schulzeit absolvierte er von der 1. bis zur 6. Klasse in Emmen Dorf und die 3 Jahre Sekundarschule anschliessend im Schulhaus Gersag in Emmenbrücke. Zu dieser Zeit wohnte die Familie Imobersteg an der Lindenheimstrasse in Emmen, angrenzend an die Landwirtschaftszone mit Luftlinie von ca. 200 m von der Badi Mooshüsli entfernt, wo er im Sommer, jede freie Minute anzutreffen war. Schwimmen, tauchen, flirten und Tischtennis spielen gehörte zu den wichtigsten Freizeitbeschäftigungen.

 

Im letzten Schuljahr wurden die Prioritäten jedoch neu definiert. Fast jeden Mittwochnachmittag und viele Samstagmorgen, verbrachte er im neu eröffneten Lackierwerk bei seinem Vater als Autolackierer-Handlanger in Dallenwil. Nach der Schule absolvierte er mit viel Freude die Ausbildung zum Autolackierer und schloss diese 1979 ab. Bis zum Beginn der Rekrutenschule arbeitete er weiter im elterlichen Betrieb als Autolackierer. 1981/82 durchlief er die Rekrutenschule als Füsilier im Bat. 2/104. Mit dem Marschbefehl der Unteroffizierschule in der Tasche, arbeitete Marlon erneut im elterlichen Betrieb.

 

Zu der Zeit wechselte die Familie Imobersteg ihren Wohnsitz von Emmen nach Dallenwil.  1982 lernte Marlon im Happy Day Margrit kennen.

 

Im August 1983 verlor Marlon seinen Vater durch einen Motorradunfall auf dem Susten. Nach diesem Schicksalsschlag, musste Marlon mit 20 Jahren entscheiden, ob er den elterlichen Betrieb weiterführen will und kann. Er entschied sich gegen die Unteroffiziersschule. Zu Ehren des viel zu früh verstorbenen Vaters, Waldemar Imobersteg, gründete er zusammen mit seiner Mutter die W. Imobersteg AG und übernahm die Geschäftsführung. Er besuchte den Lehrlingsausbildungskurs in Stans und absolvierte von 1987 – 1990 berufsbegleitend die Meisterschule zum eidg. dipl. Autolackiermeister in Zürich. Er hat sein Beruf zum Hobby gemacht und sich im Airbrush und Autodesign weiterentwickelt. Marlon war für die Carrosserie und den Lack zuständig und seine Freunde für das Motorische. Oft bis in die tiefe Nacht arbeiteten sie gemeinsam an den Fahrzeugen, mit denen sie zu Europatreffen fuhren und mehrfach den 1. Platz belegten.

 

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1993 – 1996 bildete er sich an der TEKO in Luzern zum Informatiktechniker HF aus. Mit dieser Weiterbildung holte er sich das Rüstzeug für die stetig wachsenden Ansprüche im Informatikbereich. Er entwickelte in der Folge eine eigene Administrationssoftware für KMU’s.

 

Marlon fand bei Margrit den idealen Ausgleich zum Berufsalltag. Gemeinsam erlebten sie von Freitagabend bis Sonntagabend die wilden, abwechslungsreichen und lustigen Wochenenden. Samstag bei Türöffnung: Vergnügungspark Rust, Abendessen Pizza Frutti di Mare in Ascona,  anschliessend Tanzen im Rotzloch und Schlummerbecher im Happy Day und Sonntag‘s Brunch im Belvedere Hergiswil. Mit 25 Jahren zog er mit Margrit zusammen und genoss die Nähe beider Familien und doch die eigenen vier Wände. 1982 verliebt, 1987 verlobt und 1991 heiratete Marlon seine Traumfrau Margrit.

 

Sein Glück war vollkommen mit der Geburt von Kevin und Samantha. Er liebte es die beiden zu wickeln, mit ihnen zu baden und zu kuscheln. Die Wochenenden verbrachten sie mit wandern, in Bachbetten Feuer zu machen, eine Wurst zu braten und Pilze zu sammeln. Die Familie war unterwegs mit zunehmendem Alter der Kinder beim Rollerblides und Ski fahren, Begleiten zum Karate, tauchen und schwimmen, Tanzen und zusammen einen Film schauen und Marroni essen. Marlon geniesst es mit seiner Familie Zeit zu verbringen und ist auch ein bisschen stolz darauf.

 

2008 bekam Marlon die Möglichkeit, nachdem die Söhne vom Schlüssel Rosli kein Interesse an der Goldplakettensammlung ihres Vaters hatten, diese zu übernehmen. Die einfache Weiterführung der Sammlung mit der Nr.85 entwickelte sich zu einer ehrenvollen Aufgabe im Vorstand der hochwohllöblichen Frohsinngesellschaft Stans. Und an der 167. Generalversammlung der Frohsinngesellschaft vom 8.12.2018 ist er zum 68. Frohsinnvater der Frohsinngesellschaft gewählt worden, was ihm und Margrit grosse Freude bereitet und von ihnen als riesige Ehre empfunden wird.

 

 

Margrit, Frohsinnmutter 2019, hiess als ledig Niederberger und ist die Tochter von Hans und Rosli Niederberger-von Holzen, bei vielen auch bekannt unter den Namen Sagä-Hans und Schlüssel-Rosli. Sie ist mit 2 jüngeren Brüdern, Hans und Adi in Dallenwil aufgewachsen. Die Primar-Schule besuchte sie in Dallenwil und die Oberstufe in Wolfenschiessen.

 

Mit 14 Jahren, am 9. Juli 1977 verlor die Familie durch einen tragischen Autounfall ihren geliebten Vater. Dank ihrer herzensgütigen und grossartigen Mutter, durfte Margrit mit ihren Brüdern, trotz diesem Schicksalsschlag, eine glückliche und unbeschwerte  Kindheit erleben.

 

Neben dem Lernen für die Schule, war sie als Pfadfinderin und später als Roverin bei der Pfadi St. Laurentius Dallenwil unterwegs. Sich verweilen in Wäldern und Bergen, Velo fahren, Motorrad fahren, Ski fahren, schwimmen, tanzen und Feste feiern machte Margrit auch in jungen Jahren schon viel Freude.

 

Das Berufsleben startete Margrit als Lernende Kauffrau Typ R bei der Nidwaldner Kantonalbank in Stans. Anschliessend sammelte sie Berufserfahrung bei der Kursaal Casino AG in Luzern und bei der UTAG Treuhand und absolvierte nebenberuflich im KV Zürich den Lehrgang zur eidg. Berufsprüfung Buchhalter. Die Prüfung schaffte sie leider nicht.

 

Danach besuchte sie während einem halben Jahr die Bäuerinnenschule im Kloster Fahr in Unterengstringen. Inhalt vom Stundenplan war: Kochen, backen, Quark ansetzen, Sterilisieren, Schwein metzgen, wursten, Huhn rupfen, putzen, Krankenpflege, Gartenbau, nähen, flicken, stricken, Holz schnitzen und brennen, korben, bäuerliches Boden- und Erbrecht und Buchhaltung. Margrit erinnert sich gern an die lustigen Ereignisse und Geschichten und das Lachen mit den Nonnen und Mitschülerinnen.

 

Zuhause im „normalen“ Leben, wohnte Margrit zusammen mit Marlon, in ihrem Elternhaus im 2. Stock. 1990 durfte sie Onkel und Tante, das Frohsinnpaar Hermann II und Ruth als Ehrendame begleiten und hatte einen unglaublich schönen ersten Kontakt zur Frohsinn Gesellschaft.  1991 heiratete sie ihren Göttergatten und 1992 durften sie Kevin und 1995 Samantha zum ersten Mal in die Arme nehmen.  Margrit genoss das Mutter sein in vollen Zügen. Bei jedem Wetter fand man sie mit den Kindern draussen. Zu ihrem Outfit gehörte Mutz und Hegel. Im Sommer war der Wald und der Steinibach der coolste Spielplatz. Sie machten zusammen Feuer und kochten das Mittagessen, welches Papi Marlon als Gourmet-Tester auf einem für ihn hergerichteten Steinibachstein-Sitzplatz einnahm. Fischerrute und Pfeilbogen fertigen, Holzmesser schnitzen, Äste und Steine sammeln, Blumen pflücken, Fensterbilder malen, basteln und unser Zuhause dekorieren, dies waren Tagesinhalte und heute schöne, unvergessliche Erinnerungen an diese wunderbare Zeit. Während die Kinder Lego oder Barby spielten, hatte sie Zeit für’s Porzellan malen, stricken, nähen und Nägel-Designen.

 

Während dieser Zeit hatte sich Margrit ehrenamtlich in der Gemeinde engagiert. Als die Kinder zur Schule gingen, übernahm sie einige Treuhandmandate und verdiente sich so ihre geplanten Weiterbildungen.

 

1999 nahm sie als Finanzberaterin beim AWD die Tätigkeit auf. Sie arbeitete antizyklisch oder wenn Marlon bei den Kindern war. Nebenberuflich absolvierte sie die Weiterbildung zur eidg. Fachausweis Finanzplanerin, die sie 2004 abgeschlossen und bestanden hatte. Ausgebildet im Rechnungs-, Finanz- und Versicherungswesen kehrte sie zurück ins KMU. Mit dem Wunsch im Personalwesen breiteres Wissen zu erlangen, hatte Margrit bereits die nächste Weiterbildung in Angriff genommen. 2007 hatte sie den eidg. Fachausweis Personalfachfrau abgeschlossen und bestanden und 2013 durfte sie das Zertifikat SSK der Schweizerischen Steuerkonferenz entgegen nehmen.

 

Im KMU, in der Gesundheitsbranche im Bereich Leben und Wohnen im Alter, hat Margrit ihre berufliche Passion gefunden und kann ihr Fachwissen einsetzen und weitergeben.

 

Den Ausgleich zum Berufsalltag findet Margrit bei der Familie, im Grünen, auf dem „Motor“bike oder beim Lachen mit Kameraden und Freunden und der Frohsinngesellschaft Stans.

 

Wir wünschen euch eine tolle Fasnacht 2019

 

 

Frohsinnpaar 2019

Marlon I. und Margrit Imobersteg