Das Wort des Frohsinnvaters 2020

Motto: «Shot of Glory
Old Wild West im Goldrausch»

 

 

Liebe Fasnächtlerinnen und Fasnächtlier, liebe Freunde der Stanser Fasnacht

 

Als Fasnacht wurde früher nur die Nacht vor der Fastenzeit bezeichnet, also die Nacht vom Dienstag auf den Aschenmittwoch. Der Ursprung der Fasnacht geht bis in die Römerzeit zurück, später haben die Germanen diese Nacht mit Masken, Verkleiden und viel Lärm gefeiert. Sie wollten damit die bösen Geister vertreiben und die Guten aufwecken. Christen übernahmen den Brauch, aber aus einem anderen Grund: vor der Fastenzeit, die bekanntlich 40 Tage vor Ostern beginnt, wurde nochmal richtig gefeiert, gegessen und verkleidet.

Die Fasnacht hat viele Namen: Fasnacht, Fastnacht, Fasching, 5. Jahreszeit oder in New Orleans Mardi Gras – was so viel heisst wie „fetter Fasnachtsdienstag“.

 

Schon als kleiner Junge nahm ich aktiv an der Fasnacht teil. Was gibt es denn Schöneres, als verkleidet auf die Strasse zu gehen, sich als einer der bewunderten Helden zu fühlen oder als Indianer, Bandit und – schon damals – als Cowboy zu schminken. Wir haben mit Freunden Umzugswagen gebaut, Masken gebastelt und für Fasnachtszeitungen geschrieben. Auch Conny freut sich jedes Jahr auf den Moment, sich originell zu verkleiden – sei es als Meerjungfrau, Clown oder als Rocker.

 

Mit dem Old Wild West fühlen wir uns seit vielen Jahren verbunden. Nein – wir duellieren uns nicht und haben keine wilden Pferde zu zähmen. Wir lieben Country Musik, ziehen uns gerne Stiefel, Hemd und Hut an, tanzen aber auch gerne Line Dance, besonders zum Song „shot of glory“. Conny ist Tanzlehrerin im Verein „Rusty Spurs“ in Ennetbürgen. Unser Fasnachtsmotto ist deshalb naheliegend:

 

Shot of Glory – Old Wild West im Goldrausch

 

Conny und ich haben die Stanser Fasnacht lieben und schätzen gelernt. Sie ist definitiv ein wichtiger Teil unserer Tradition und unseres Brauchtums. Die Fasnacht lebt von endloser Kreativität, mitreissenden Rhythmen, wunderschönen Melodien, grenzenloser Freude, ausgelassener Geselligkeit und ganz besonders Frohsinn. Während dieser schönsten Jahreszeit sind viele Erlebnisse besonders intensiv, entwickeln sich Seilschaften, Freundschaften, ja Partnerschaften. Die Atmosphäre auf dem Dorfplatz, in den Gassen und in den Lokalen ist einzigartig. Man fühlt sich als grosse Familie, trifft Freunde, Verwandte und Bekannte, knüpft aber auch neue Kontakte.

 

Es ist für uns als Frohsinnpaar 2020 eine grosse Ehre, den Geist der Frohsinnfamilie an der Fasnacht, aber auch an Anlässen mit befreundeten Zünften und bei den sozialen Aufgaben der Gesellschaft weiterzutragen. Wir freuen uns auf die grossartige Stimmung im Dorf, auf die farbigen Kostüme, die kreativen Formationen, die fantastischen Wagen, die lautstarken Guggen, aber auch ganz besonders auf die persönlichen Begegnungen auf der Strasse und bei den Heimbesuchen.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Präsidenten der Frohsinngesellschaft Stans Sören Schwitzky und dem grossartigen Vorstand für ihre Arbeit, allen Sponsoren für ihre geschätzte Unterstützung, sowie allen Helferinnen und Helfer für ihr grandioses Engagement.

 

Nun aber ab in den Old Wild West!

 

Wir wünschen Ihnen neben einer unvergesslich-schönen Fasnacht viel Freude und Frohsinn im ganzen Jahr 2020.

 

 

Frohsinnpaar 2020

Erich I. und Conny

 

 

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Unser neu gewählter Frohsinnvater, Erich Helfenstein ist Geboren am 08.11.1969 im St. Anna Luzern, aufgewachsen mit einem älteren Bruder und einer jüngeren Schwester in Horw. Bereits in der 2. Klasse war ihm klar, dass er Humanmedizin studieren will. Die Besuche in Zimbabwe, wo ein Onkel längere Zeit als Arzt in einem Missionsspital arbeitete, beeindruckten ihn tiefgründig. Die Firma Helfenstein Metallbau Horw konnte sein Vater deshalb nicht seinen Kindern weitergeben – unglücklich war er deshalb aber nicht.

Erich war während den Ferien regelmässig in der Produktion der Firma und auf Montage tätig. Er verdiente sich so schon früh seine Reisen in alle Welt. Unvergesslich ist z.B. die Velotour von Horw nach Rom mit Ziel Petersplatz. Viele Haustiere hat er gepflegt, nicht immer zur Freude seiner Eltern: Hasen, Enten, Hamster, Nymphensittiche, Schlagen, schwarze Ratten und eine Zucht Gespenstheuschrecken. Auf den Waldläufen mit den Familienhunden oder beim Besuch seiner geliebten Fussballspiele des FCL war der Erholungsfaktor gross.

 

Nach der Kantonsschule Alpenquai Luzern mit Matura 1989 ging Erich nach Bern und absolvierte das Medizinstudium ohne Extrarunde mit Promovierung und Doktorat 1995. Er lebte in den 6 Jahren in einer kleinen Dachmansarde mit nur einem WC und Brüneli in der Altstadt von Bern. Douchen musste er auswärts nach dem Unisport.

 

Conny wurde am 15.09.1973 in Kreuzlingen geboren. Aufgewachsen mit 2 Schwestern an verschiedenen Orten der Schweiz.

Die obligatorische Schulzeit absolvierte sie an verschiedenen Orten, Zürich, Dietikon und Reitnau im Aargau. Nach der Schule ging sie ins Tessin als Aupair Mädchen, eigentlich um Italienisch zu lernen, doch leider konnte die Familie Deutsch und sprach dies auch mit ihr.

1992 startete sie die Lehre als Krankenschwester im Kantonsspital Aarau.

Die Geschichte war eigentlich die: Conny war gerade in der WG-Küche mit ihren Kolleginnen, als 2 junge Ärzte reinkamen und fragten ob sie einen Kaffeelöffel ausleihen könnten. Sie hätten sie Joghurt gekauft und keinen Löffel. Unter viel Gelächter wurden die beiden armen Studenten natürlich zum Nachtessen eingeladen. Den von Joghurt kann ja niemand leben, nach einem strengen Arbeitstag.

Gemeinsamer Weg

 

Nach langem planen und Zeitinvestieren in die Vorbereitung gingen sie 1998 nach Sydney Australien, Erich arbeitete im Royal Prince Alfred Hospital und Conny lernte zuerst einmal Englisch, was ihr einiges einfacher fiel, als italienisch, da niemand in Australien mit ihr deutsch sprach.

Im selben Jahr in Syndey heirateten sie zivil, ein Jahr später zurück in der Schweiz kirchlich.

Wieder in der Schweiz zogen sie zusammen nach Hergiswil, von da in den Oberzingel Kehrsiten, ins Dorf Kehrsiten und jetzt nach Ennetmoos.

Im Kanton Nidwalden sind sie nun genau 21 Jahre, fühlen sich sehr wohl und möchten auch gar nicht mehr weg von diesem schönen Flecken der Erde.

2000 kam ihre erste Tochter Lena zur Welt und das Familienglück startete, 2002 erblickte Nevin das Licht der Welt. Eigentlich sollte man meinen dies wäre nun genug, aber nicht für Erich und Conny. 2006 adoptierten sie 2 Mädchen aus Äthiopien, Marah die schon 3 Jahre alt war und Ria mit 11 Monaten noch ein richtiges Baby.

2003 hat Conny die Freude am Line Dance gefunden, nach 3 Jahren in einem Club in Stans startete sie zu unterrichten, zuerst nur die Junioren.

2010 machte sie die Ausbildung zur Line Dance Instruktorin und gründete mit 3 anderen zusammen gleich einen neuen Verein inklusiv Tanzschule. Bis heute unterrichtet sie da 2x in der Woche und konnte so schon vielen ihre Freude am Tanzen und der Countrymusik weitergeben.

Lena ist nun schon aus der Lehre und absolviert die Berufsmatur-Schule Vollzeit in Luzern.

Nevin macht die Lehre als Informatiker bei Pilatus Flugzeugwerk. Berufsbegleitend besucht auch er die Berufsmatur-Schule.

Marah ist seit diesem Jahr in der Lehre als FaGe im Pflegeheim Zwyden in Hergiswil und Ria besucht die 2. Oberstufe in Stans, ihr Berufsziel liegt im Gastrobereich.

Erich hat unterdessen 2 gut laufende Praxen, eine im St. Anna in Luzern und die andere in Stans an der Engelbergerstrasse.

Reisen und etwas von der Welt sehen ist immer noch das grösste Hobby, dass die ganze Familie verbindet.